carabus geb kroete

geburtshelferkröte

Artenhilfsprogramm Geburtshelferkröten Kanton Luzern 2010 – 2019

Derzeit sind im Kanton Luzern noch etwa 40 Standorte bekannt, an denen die Geburtshelferkröte vorkommt. Diese einheimische Amphibienart mit ihrer einzigartigen Biologie ist stark gefährdet. Um den bedrohlichen Rückgang zu stoppen, läuft im Kanton Luzern seit der Jahrhundertwende ein Artenhilfsprogramm.

Bestandteil dieses Programms ist die Neuschaffung geeigneter Lebensräume, um einerseits bestehende Populationen zu stützen und andererseits die Vernetzung zwischen den Populationen zu ermöglichen. Somit soll letztlich die Grundlage für das langfristige Überleben der Geburtshelferkröten geschaffen werden, damit sich die Populationen im Kanton Luzern ohne spezielle Schutzmassnahmen selber erhalten können.

carabus Naturschutzbüro übernimmt die fachliche Begleitung des Artenhilfsprogramms. Dabei werden die Betreuerinnen und Betreuer der einzelnen Geburtshelferkröten-Populationen von uns fachlich unterstützt. Wir initiieren Lebensraumaufwertungen und begleiten deren Umsetzungen. Zudem ist carabus Naturschutzbüro im Rahmen des Artenhilfsprogramms mit der Umsetzungs- und Wirkungskontrolle beauftragt.


Unter-Ey, Kriens

Neuanlage von Weihern

Das Weiherprojekt Unter-Ey bietet die Gelegenheit, die Ausbreitungsareale der Geburtshelferkröten in Kriens zu optimieren. Eine Besiedlung durch Individuen der nahegelegenen Population bei der Wallfahrtskirche Hergiswald ist wahrscheinlich.


Schloss Schauensee, Kriens

Aufwertung des Landlebensraumes durch Steinstrukturen

Der Landlebensraum im Schlossgarten Schauensee wurde mit gedeckten Steinlinsen und einer Trockensteinmauer aufgewertet. Dadurch erhöht sich für Tiere der mittelgrossen Geburtshelferkröten-population das Angebot an Sommerverstecken und Überwinterungsquartieren.

>>Aufwertungsmassnahmen Schauensee (PDF)

Steinlinse ohne Abdeckung – Versteckmöglichkeiten für Geburtshelferkröten


HPZ Hohenrain

Weihersanierung und Bau von Trockenmauern

Die kleine Restpopulation beim HPZ Hohenrain wird mit dem gezielten Aussetzen von Geburtshelferkröten-Larven gestützt. Zudem wurde der Landlebensraum 2014 mit zwei Trockensteinmauern optimiert, das Larvengewässer ausgeräumt und die Vegetation in der Umgebung zurückgeschnitten und teilweise entfernt.

>> Aufwertungsmassnahmen Hohenrain (PDF)

Sandsteinmauer 1 – Landlebensraum für die Geburtshelferkröten